Früher galt Beton als kalt, robust, praktisch, aber wenig dekorativ. Es war undenkbar etwas anderes als Wände aus dem Baustoff zu formen. Heute dagegen hält er Einzug in jeden Bereich des Hauses. Ob Küche, Bad, Wohnräume – bei Liebhaber der minimalistischen Linie punktet das Material mit klarer Form und praktischen Eigenschaften.
Entwürfe und Ideen moderner Möbeldesigner demonstrieren, was man aus Beton in Sachen Inneneinrichtung alles machen kann. Tische, Stühle, Schränke, sogar Lautsprecherboxen, aber auch Einbauten wie Badewannen, Waschtische und Küchenarbeitsplatten – Betonmöbel verbinden gekonnt Design und Funktionalität. Das liegt nicht zuletzt am Werkstoff selbst: Dank neuer Technologien gibt es heute spezielle Betonsorten, die warm und samtig wirken.
Spezialbeton für Möbel
Das Grundrezept für Beton ist einfach: Kies oder Sand, Wasser und Zement, der für die Bindung der Gesteinskörnung sorgt und so zum harten Stein wird. Doch gerade hier kommt es auf die Mischung an, denn die jeweilige Rezeptur bestimmt die Eigenschaften des Betons. Klassische Eigenschaften wie Wärme- oder Schallschutz sind bei der Herstellung von Möbeln nicht gefragt. Hier zählen vor allem ansprechende und unempfindliche Oberflächen, eine breite Farbpalette und Verarbeitungseigenschaften, die freie Formbarkeit und filigrane Betonelemente ermöglichen – für die Produktion von Betonmöbeln kommt deshalb Hochleistungsbeton zum Einsatz, der eine besondere Härte und glatte Oberfläche aufweist. Ergänzt mit Pigmenten und Zuschlagsstoffen wie etwa Naturkiesel, Metall- oder Glasgranulat können eindrucksvolle Betonelemente entstehen, die optisch und haptisch ein besonderes Erlebnis bieten.
Keine gestalterischen Grenzen
Neben der Farbwahl kommt es vor allem auf die Oberflächengestaltung und Materialkombination an. Mit warmen und weichen Farben und Stoffen zusammengebracht, wirkt auch ein Betonmöbel nicht mehr kalt und ungemütlich, vielmehr kann es einem Raum Fixpunkt sein und Struktur geben. Ein spannender Mix ist etwa Beton und Holz, aber auch die Kombination mit zerbrechlichem Glas ist reizvoll, Stoffe sorgen für zusätzliche Kontraste. Für dekorative Betonelemente kann die Körnung auch sichtbar gemacht werden, in Küche und Bad allerdings setzten Designer und Produzenten auf glatte Oberflächen, die durch Schleifen und Polieren oder auch spezielle Versiegelungen alltagstauglich gemacht werden. Fast vergleichbar mit Naturstein, sind auch bei Betonelementen kleine Lufteinschlüsse, Haarrisse oder Farbabweichungen unvermeidbar – sie machen den Werkstoff jedoch lebendig.
Gewicht und Geld
Da lässt sich nichts schönreden: Beton ist schwer. Besondere Vorsicht gilt deshalb in Altbauten, am besten sollte man sich hier von einem Statiker beraten lassen. Doch wer das Besondere liebt, findet sicher dafür eine Lösung. Allerdings nur mit dem passenden Kleingeld. Betonmöbel sind Spezialanfertigungen und deshalb nicht ganz günstig.
(Quelle: www.bauen.de)
Welche Möbel sich für Feng Shui eignen, weiß Feng-shui-wohnzimmer.de













