Wenn sich in Wien die kreativen Köpfe der Designszene versammeln, wenn sich die ganze Stadt in eine einzige Ausstellungsfläche verwandelt, wenn Besucher aus aller Welt herbeiströmen, dann kann das nur eines bedeuten: Die Vienna Design Week öffnet ihre Türen. Vom 28. September bis 8. Oktober 2012 zieht es die internationale Designer-Elite wie auch den kreativen Nachwuchs der Branche zum sechsten Mal in die österreichische Hauptstadt, um ihre Werke aus Produkt-, Möbel-, Grafik- und Industriedesign zu präsentieren.
Festival der Designer – das gibt es diesmal zu sehen
Mehr Kreativität geht nicht. Aus allen Himmelsrichtungen der Welt konnte das Organisationsteam rund um die Vienna Design Week internationale Kreativschaffende für das Festival gewinnen, um Interessierten die Kunst des Designs näher zu bringen. Dabei wartet auf die Besucher ein umfassendes und kunterbuntes Programm, bei dem man selber aktiv werden kann oder einfach nur staunen darf. Mit langer Vorplanung konnten zahlreiche Projekte und Zusammenarbeiten organisiert werden, die abwechslungsreicher nicht sein könnten.
Ausgefallene Zusammenarbeit verspricht Großes
So können über die ganze Stadt verteilt die Ergebnisse von diversen Tandemprojekten, den sogenannten Passionswegen, bewundert werden, die in Kooperation der Gastdesigner mit heimischen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen entstanden sind. Da trifft zum Beispiel die Wiener Fleischerei auf das Linzer Produktdesignduo March Gut. Der deutsche, in London arbeitende Produktdesigner Mathias Hahn fand in einem exklusiven Hersteller von Gemüse- und Obstkonserven einen Partner. Und Die polnischstämmige und in Maastricht arbeitende Designerin, Kuratorin, Szenografin und Design-Bloggerin Matylda Krzykowski setzt sich mit dem Bürsten- und Pinselerzeuger und einer Hornmanufaktur auseinander. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein. In zahlreichen Vorträgen und Talks berichten die teilnehmenden Designer und Designerteams während des Festivals über die entstandenen Werke, verschiedensten Themen der Designerszene und über die neuesten Trends und Entwicklungen auf dem internationalen Markt.
Unter der Führung der Designer selbst Hand an legen
Selbst aktiv werden, dass kann man beispielsweise in einem der Projekte unter dem Programmpunkt Stadtarbeit und Social Design. Ins „Theatre of Destruction“ können FestivalbesucherInnen beispielsweise ihre kaputten und wertlosen Haushaltsgeräte bringen. Denn hier haucht die Industriedesignerin Lena Gold den alten Teilen aus Plastik neues Leben ein, bevor sie auf der Müllhalde landen. Oder man besucht das Projekt von Toledo i Dertschei mit ihrer "Druckerei am Platz", die dort ihre Dienste als Schriftsetzer anbieten. Bei "Slowprinting" lernen FestivalbesucherInnen ihre eigenen Druck-Erzeugnisse auch in mehreren Sprachen herzustellen. Natürlich wird es zudem zahlreiche Führungen durch alle Programmpunkte, Museen, Ausstellungen und Projekte geben, auch für die jungen Besucher, denen die Faszination des Designs näher gebracht werden soll.
Der Design-Blog bei Antik-Natur.de














