Heimlich, still und leise schleicht er sich in die Wohnung. Dort versteckt er sich vorerst ungesehen in dunklen Ecken oder hinter Möbeln: der Schimmel. Für alle Familienmitglieder ist er nun eine unmittelbare Gefahr. Hat er sich einmal eingenistet, ist er schwer zu entfernen. Und mit zunehmender Größe des Schimmelpilzes, steigt auch das Gesundheitsrisiko. Bei Menschen mit schwachem Immunsystem wie Kinder oder Ältere kann der gefährliche Eindringling sogar schwere Allergien und Erkrankungen auslösen.
Wer trägt die Schuld?
Wer denkt mit einem Anruf beim Vermieter wäre die Sache getan, irrt! Unter Umständen haben sich die Mieter damit sogar ins eigene Fleisch geschnitten. Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Für Feuchtigkeitsschäden wie Schimmel können Mieter zur Kasse gebeten werden. Unter Umständen verliert man dadurch sogar die gesamte Kaution. Denn Schimmel entsteht in erster Linie durch unsachgemäßes Lüften und Heizen der Bewohner. Damit der Schimmelpilz weder Gesundheit noch Portemonnaie schadet, geben die Immobilien-Experten von vermietsicher.de Tipps und Tricks zum richtigen Heizen und Lüften.
Dem Schimmel keine Chance
1. Frischluft - ist des Schimmels Feind: Um sich fortzupflanzen benötigt der Schimmel vor allem eines: Feuchtigkeit. Experten empfehlen deshalb sowohl viel, als auch wenig genutzte Räume durchzulüften – mindestens vier Mal täglich. Dabei wird nicht nur verbrauchte Luft ausgetauscht, auch die Feuchtigkeit wird dem Schimmel entzogen. Deshalb gilt: lüften, lüften, lüften!
2. Stoßlüften - Augen zu und durch: Beim Lüften werden die Fenster komplett für fünf bis zehn Minuten geöffnet. Längeres Lüften führt dagegen nur zum Auskühlen der Wände, deren Erwärmung dann unnötig viel Energie kostet.
3. Wasserdampf weglüften - Das mag der Schimmel gar nicht: Größere Wasserdampfmengen, die zum Beispiel beim Baden, Duschen oder Kochen entstehen, sollten sofort gezielt weggelüftet werden. Türen dabei unbedingt geschlossen halten damit sich der Dampf nicht weiter ausbreiten kann.
4. Luftzirkulation - Das bringt Bewegung in die Sache: Damit die Schimmelsporen in der Luft keine Chance haben sich anzusetzen, sollten Möbel und Dekoration niemals direkt an der Wand stehen. Durch einen Abstand von mindestens fünf Zentimeter kann die Luft zirkulieren.
5. Heizen – Schimmel mag es kalt: Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf wie ein unsichtbarer Schwamm und nimmt dem Schimmel damit jegliche Möglichkeit sich Fortzupflanzen. Deshalb sollte die Raumtemperatur niemals weniger als 19 Grad Celsius betragen.
6. Türen nutzen - Wer Räume unterschiedlich warm beheizt, sollte die Verbindungstüren zwischen den Zimmern stets geschlossen halten. Bei geöffneten Türen besteht ansonsten die Gefahr, dass sich die wärmere Luft der stärker geheizten Räume an den Wänden der weniger warmen Zimmer niederschlägt und so einen Nährboden für Schimmel schafft.
Wann darf der Mieter die Miete mindern? Mietrecht.de kennt die Antwort.













