Gärten, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch essbare Ergebnisse liefern, liegen voll im Trend. Aus guten Gründen: Im eigenen Anbau kontrolliert man den Anbau selbst, und Gemüse, das frisch vom Beet auf den Tisch kommt, hat einen höheren Vitamingehalt als ein Supermarktprodukt. Auch der Geschmack von selbst gezogenem Gemüse ist meist besser als der von gekauftem, zumal man von vornherein Sorten auswählen kann, die einem besonders gut schmecken. Damit man sich auf eine reiche Ernte freuen kann, verlangen verschiedene Salate und Gemüsesorten nach ihrer eigenen Pflegeanleitung.
Blattgemüse
Alle Salatarten lieben humusreichen Boden mit viel Feuchtigkeit. Deshalb sollte häufig gegossen und der Boden gelockert werden. Kopfsalat kann man ab April im Freien anpflanzen, sechs bis acht Wochen später ernten. Die Pflanzzeit endet Mitte August. Die Salatblätter dürfen keinen Bodenkontakt haben, da sie sonst faulen.
Fruchtgemüse
Kürbisse und Tomaten werden ab Mitte Mai gepflanzt, Gurken schon Ende April. Vorher sollte die Saat im Frühbeet oder im Zimmer vorkultiviert werden. Kürbisse gedeihen am besten auf einem Komposthaufen unter viel Sonne. Auch für Gurken ist guter Kompost wichtig. Tomatenpflanzen werden an einen Holzpfahl gesteckt.
Kohlgemüse
Blumenkohl ist ein Blickfang, aber anspruchsvoll. Wasser- und Nährstoffmangel führt leicht zu Störungen. Im Freien gepflanzt wird von April bis Juli, geerntet nach sieben bis neun Wochen. Pflegeleichter sind Rosen- und Grünkohl. Bei Rosenkohl erfolgt die Vorkultur Ende April im Freiland, die Pflanzung Anfang Juni. Grünkohl wird im Mai gesät und von Mitte Juni bis Mitte Juli gepflanzt. Beide Arten schmecken erst richtig nach dem ersten Frost.
Kartoffeln
Das in Mitteleuropa wichtigste Grundnahrungsmittel ist einfach anzubauen. Ab Februar lässt man die Saatknollen etwa sechs Wochen in einem hellen Raum vorkeimen. Gepflanzt wird – wenn keine extreme Frostgefahr besteht – unter einer 10 cm dicken Erdschicht. Frühkartoffeln werden meist ab Mitte Juli geerntet, spätere Sorten ab August bis Ende Oktober.
Hülsenfrüchte
Für Erbsen und Bohn
en ist keine besondere Bodenvorbereitung notwendig. Gesät wird meist ab Mitte Mai, bei einigen Erbsensorten auch früher. Erbsen sind robuster und in kühlen Regionen leichter zu ziehen als Bohnen. Ernten kann man je nach Sorte ab Ende Juni.
Dauerkulturen
Rhabarber und Spargel sind Dauerkulturen. Während Spargel einen sonnigen, trockenen Standort braucht, verträgt Rhabarber auch leichten Schatten. Grüner Spargel ist leichter zu kultivieren als Bleichspargel.
Zwiebel- und Wurzelgemüse
Die Zwiebelzucht ist am einfachsten mit Steckzwiebeln, die im April gesetzt und nach der Ernte trocken und luftig gelagert werden. Möhren können von März bis Juli gesät und müssen vor dem ersten Frost geerntet werden.
(Bausparkasse Schwäbisch Hall)
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