Spiegelglatte Wasserflächen, plätschernde Springbrunnen und gurgelnde Bäche haben eines gemeinsam: Sie faszinieren Menschen. Daher wünschen sich immer mehr Gartenbesitzer das Element Wasser in ihrem grünen Reich. Ob die Wahl auf einen großen Naturteich oder auf ein kleines Wasserspiel fällt, hängt von der Größe des Gartens und den Vorlieben der Besitzer ab. Außerdem spielen die Kosten und der Pflegeaufwand eine Rolle.
Für kleine Teiche bis etwa sechs Quadratmeter kann man auf Fertigteiche aus dem Fachhandel zurückgreifen. Der Einbau dieser vorgeformten Becken ist einfach und gelingt auch Einsteigern. Etwas komplizierter ist das Anlegen eines Folienteichs. Dafür kann dieser aber in Größe und Form ganz nach den persönlichen Wünschen individuell gestaltet werden. Zusätzlich oder anstatt eines Teichs können auch Bachläufe oder Wasserspiele Leben in den Garten bringen.
Wichtig: Standortwahl
Hat man sich für einen Teich entschieden, gilt es, den richtigen Standort zu finden. Optimalerweise liegt das Gewässer etwa vier bis sechs Stunden am Tag in der Sonne. Große Bäume sollten nicht in unmittelbarer Nähe stehen, da die fallenden Blätter im Herbst die Wasserqualität beeinträchtigen und die Wurzeln die Teichfolie beschädigen können. Auch zu Gebäuden und zur Grundstücksgrenze wären einige Meter Abstand optimal.
Ein Folienteich sollte mindestens 70 cm tief sein. Beim Aushub – mit dem sich am Nordwestufer ein Windschutzwall bauen lässt – muss man an die Modellierung der verschiedenen Pflanzzonen in den Randbereichen denken. Auf die waagrechten Flächen wird 10 cm dick Sand aufgetragen. Der Uferrand wird überall gleich hoch angelegt, damit kein Wasser auslaufen kann. Auf den Sand kommt ein Schutzvlies, darauf wird die Teichfolie ausgebreitet. Die Folie muss am Ufer über den Wasserspiegel hinausragen.
Wasserqualität regelmäßig kontrollieren
Wer den Teich nach dem Anlegen sich selbst überlässt, wird nicht lange Freude an ihm haben. Es empfiehlt sich, die Wasserqualität alle ein bis zwei Monate mit einem Wassertest-Set zu überprüfen. Häufigstes Problem sind Algen. Sie nehmen überhand, wenn zu viele Nährstoffe im Wasser sind. Pflanzenreste, Laub, zu viele Fische oder zu viel Fischfutter können der Grund sein. Algen sowie die abgestorbenen Pflanzenreste sollte man deshalb unbedingt aus dem Wasser nehmen.
Damit der Teich nicht zuwuchert, müssen starkwüchsige Pflanzen regelmäßig ausgelichtet und zurückgeschnitten werden. Sinkt der Wasserspiegel im Sommer bei großer Hitze, sollte man rechtzeitig Frischwasser nachfüllen. Im Herbst muss regelmäßig Laub abgefischt werden.
Pflanzen für jede Wassertiefe
Bei der Bepflanzung ist darauf zu achten, welche Arten in welcher Wassertiefe gedeihen. Für die Uferrandzone eignen sich Pflanzen, die es gern feucht haben, aber auch zeitweise mit trockenem Boden zurechtkommen, wie etwa Schwertlilie, Blutweiderich, Schlangenknöterich oder Goldfelberich. In der Sumpfzone mit bis zu 20 Zentimeter Wassertiefe fühlen sich Sumpfdotterblume, Zwergbinse oder Sumpfvergissmeinnicht wohl. Zwischen 20 und 50 Zentimeter Tiefe liegt die Flachwasserzone. Hier gedeihen beispielsweise Pflanzen mit so schönen Namen wie Hechtkraut, Froschlöffel, Tannenwedel oder Blumenbinse. Die Tiefwasserzone mit 50 Zentimeter und mehr Wasserstand eignet sich für Seerosen, den Froschbiss, die Wasserfeder und den Wasserhahnenfuß. Am besten setzt man die Pflanzen mit nährstoffarmer Teicherde in spezielle Pflanzkörbe aus Kunststoff oder Kokosfasern. Damit die Erde beim Einsetzen in den Teich nicht aufschwemmt, deckt man die Erdoberfläche des Korbes mit Kieselsteinen ab.
(Bausparkasse Schwäbisch Hall)
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