Walden ist nicht einfach ein Gartenhaus, Walden ist ein Gartenhaus mit literarischem Bezug. Denn der Designer Nils Holger Moormann ließ sich bei seinem Entwurf vom amerikanischen Schriftsteller und Philosophen Henry David Thoreau inspirieren. Dieser beschreibt Mitte des 19. Jahrhunderts in seinem Buch "Walden. Oder das Leben in den Wäldern" ein einfaches Leben in einer Holzhütte mitten in der Natur.
Diese Vorstellung von einem schlichten Leben im Grünen gefiel Moormann so gut, dass er sie in die heutige Zeit übertragen wollte. Und so ist Walden teils ein normales Gartenhaus mit jeder Menge Stauraum für Geräte wie Rechen und Schubkarre, teils aber auch Liebesnest mit Blick in die Sterne inklusive schwenkbarem Lagerfeuer. Denn der moderne Mensch ist stets auf der Suche nach einem Nest. Im Untergeschoß befindet sich eine kuschelige Sitzkoje für maximal vier Personen, im Obergeschoß wartet ein Bett mit Blick in den Himmel. Bleibt das Schiebedach geschlossen, fungiert es als Hochsitz mit Aussicht.
Dazu finden in der "Streichholzschachtel" viele Gegenstände Platz, die man mit "Garten" und "Draußen" verbindet: Vogelhäuschen und Meisenknödel, Blumentopf und Gießkanne, Grillbesteck und Brotzeitklappe. Ein weiteres Motto von Walden lautet: Es wird nicht versteckt und so ist die Fassade aus Lärcheholz immer wieder unterbrochen durch eine Öffnung, in der dann etwa Brennholz gestapelt liegt - ähnlich wie ein Setzkasten.
Manche Kritiker sagen, dass Walden mit einer Breite von gerade man 1,10 Meter (Höhe 3,86 m, Länge 6,5 m) zu schmal und daher unpraktisch sei. Das Design überzeugt aber trotzdem auf ganzer Linie. Walden hat mehrere Preise gewonnen, so etwa "Die Goldene Flamme" und war für den Designpreis der BRD nominiert.
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