
Der Trend des Jahres 2012 lautet eindeutig "Die Natur zieht ein" – und zwar in unterschiedlichsten Formen. In sind etwa unkonventionelle Arten, der Zimmerbegrünung wie vertikale Gärten, die eine ganze Wand einnehmen können oder Blumen, die von der Decke hängen. Weiter setzen die Designer auf Möbel aus unbehandeltem oder gebrauchtem Holz wie Schiffsplanken. Filz, Kork, Leder und Tierfell erleben eine Renaissance – ohne angestaubt zu wirken.
Die natürlichen Materialien bilden einen spannenden Gegensatz zur steigenden Medialisierung des Zuhauses. Der Mensch ist heute hochtechnisiert, immer erreichbar und immer online. Entsprechend passen sich auch die Möbel an. Individuell zusammenstellbare High- und Lowboards bieten Platz für den Flachbildschirm und die iPod-Docking-Station. Gesurft wird via WLAN bequem von der Couch aus.
Farben, Muster & Material
Die Farbe bei Möbeln bleibt auch 2012 Weiß, weil man sie mit jeder anderen Farbe gut kombinieren kann. So etwa mit satten Farbtönen wie Lila, Blau und Curcuma, die diese Saison Trend sind. Ebenfalls bunt und gemustert wird es bei den Polstermöbeln. Die Bezüge präsentieren sich mit Streifen und Zacken, Blumenmuster oder abstrakt gestaltet. Bei allen Stoffen spielt Haptik eine wichtige Rolle. Viele Stoffe sind nicht mehr glatt, sondern haben eine reliefartige Struktur, die zum Sitzen einlädt und anschmiegend wirkt.
Außerdem setzt die Möbelbranche auf "Made in Germany" und hat wohl auch deshalb ihre Liebe zur Eiche wiederentdeckt. Das gute deutsche Holz findet Verwendung als Tisch, Bett, Schrank und auch als Fußboden, schließlich gilt die Eiche als "unkaputtbar".
Noch vor ein paar Jahren ließen sich Möbelkäufer von der Optik blenden, Qualität und Funktionalität standen im Hintergrund. 2012 wird klar, dass mittlerweile Design und Qualität gleichermaßen wichtig sind. Und der Kunde ist auch bereit dafür zu bezahlen. Seit rund zehn Jahren geben die Deutschen immer mehr Geld für Möbel aus. Zuletzt 373 Euro pro Kopf im Jahr 2011 - Accessoires und Deko-Artikel nicht mitgerechnet.
Schlagwort Multifunktion
Deutschland hat mit über 40,3 Millionen so viele Haushalte wie noch nie. 16,2 Millionen davon sind Singlehaushalte. Kein Wunder das Alleinlebende eine wichtige Zielgruppe für Möbeldesigner sind. Sie haben weniger Platz und ganz andere Ansprüche. Möbel werden daher insgesamt wieder kleiner und erfüllen mehr Funktionen. So können Sofas beispielsweise leicht ausgeklappt werden, so dass größere Flächen entstehen. Schreibtische brauchen nur noch eine kleine Arbeitsfläche, da die Technik kleiner wird. Tische werden mit einfachen Handgriffen verlängert, wenn Freunde zum Essen kommen.
Und auch für den modernen Grundriss gilt: mehr Flexibilität. Geschlossene Räume findet man kaum noch, alle Bereiche scheinen miteinander zu verschmelzen.
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