Selbst im Winter einfach barfuß über das heimische Parkett laufen? Davon träumen viele Frauen und auch manche Männer. Doch nicht nur dieses Argument spricht für den Einbau einer Fußbodenheizung, denn die Wärmequelle ist unsichtbar und nimmt keine Stellfläche weg. Nicht umsonst ist mittlerweile jedes zweite neugebaute Einfamilienhaus mit einer solchen Heizung ausgestattet. Außerdem spart man mit einer Fußbodenheizung bares Geld. Die Temperatur lässt sich niedriger halten als bei einem herkömmlichen Heizsystem, ohne dass es spürbar kälter wird. Um bis zu zwei Grad kann der Temperaturunterschied im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen liegen. Und jedes Grad Temperaturabsenkung spart ungefähr sechs Prozent Energie, so die Faustregel.
Für Allergiker sind zudem die hygienischen Vorteile wichtig, denn Fußbodenheizungen wirbeln keinen Staub auf, sodass Milben und Schimmelpilze schlechte Chancen haben, sich auszubreiten.
Gängigste Variante: Warmwasser-Heizung
Bei der Warmwasser-Heizung werden Rohre aus Kunststoff oder Kupfer unter oder im Estrich verlegt. Hier gibt es je nach Anordnung der Heizungsrohre im Aufbau des Fußbodens ein Nass-und ein Trockensystem. Beim Nasssystem werden die Rohre direkt in den Estrich eingebettet. Da sich Rohr und Estrich direkt berühren, ist ein guter Wärmeübergang zum Fußboden garantiert. Gut zu wissen: Diese Form hat sich als Untergrund auch in Verbindung mit Parkett bewährt. Grundsätzlich kann heute aber jeder Bodenbelag von Fliesen über Laminat bis Teppich mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden.
Beim Trockensystem liegt der Estrich als selbstständige Einheit über der Heizrohrebene, die Rohrschleifen werden mit Trockenbauplatten abgedeckt. Nachteil hier: Aufgrund des geringeren Wärmeübergangs wird eine hohe Vorlauftemperatur benötigt.
Generell kommen Fußbodenheizungen wegen der Ausnutzung des gesamten Bodens mit einer geringen Vorlauftemperatur von nur 33 bis 40 Grad aus. Klassische Radiatorenheizungen hingegen benötigen Vorlauftemperaturen von bis zu 70 Grad. Aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen der Fußbodenheizungen können sie auch an die Nutzung alternativer Energiequellen wie die Sonne oder Umweltwärme gekoppelt werden.
Nicht mehr zeitgemäß: Elektro-Heizung
Bei dieser Variante der Flächenheizung werden Kabel oder Folien mit eingearbeiteten Heizleitern im, auf oder unter dem Estrich verlegt. Eine Elektro-Fußbodenheizung empfehlen Experten heute allerdings höchstens noch für den nachträglichen Einbau bei einer Badsanierung, da diese durch die ständig steigenden Stromkosten sehr teuer im Unterhalt ist.
Goliving.de zeigt: Heizung renovieren lohnt sich.













