Der Bau eines Hauses ist meist die größte Investition des Lebens und mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden. Doch der Staat greift Bauherren unter die Arme und hilft, mit verschiedenen Fördermöglichkeiten, Eigenkapital aufzubauen, Darlehen schneller zu tilgen oder spezielle Baumaßnahmen durch zinsgünstige Kredite zu unterstützen. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall gibt einen Überblick.
1. Eigenheimrente ("Wohn-Riester")
Der Staat unterstützt den Bau oder Kauf von selbst genutztem Wohneigentum mit der Wohn-Riester-Förderung. Damit werden auch Einzahlungen, also Spar- und Tilgungsleistungen auf zertifizierte Riester-Bausparverträge förderfähig. Sparer, die vier Prozent ihres Bruttoeinkommens des Vorjahres für die Altersvorsorge sparen (maximal aber 2.100 Euro inklusive Zulagen), erhalten 154 Euro Grundzulage. Für jedes kindergeld-berechtigte Kind gibt es weitere 185 Euro; für Kinder, die ab dem Jahr 2008 geboren wurden, sogar 300 Euro. Eine Familie, die seit 2008 zwei Kinder bekommen hat, kann also jährlich Riester-Zulagen von 908 Euro erhalten, wenn beide Ehepartner einen Altersvorsorgevertrag haben.
2. Wohnungsbau-Prämie
Mit der Wohnungsbau-Prämie belohnt der Staat eigene Sparleistungen auf einen Bausparvertrag. Die maximale jährliche Prämie liegt für Alleinstehende bei 45 Euro, für Eheleute bei 90 Euro. Zu beachten ist dabei eine jährliche Einkommensobergrenze von 25.600 Euro bzw. 51.200 Euro für Verheiratete.
3. BAFA-Marktanreizprogramm
Wer in seinem Eigenheim erneuerbare Energien nutzen will, wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Solarkollektoranlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen werden aus dem Förderprogramm mit Investitionszuschüssen unterstützt. Für eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung, kombiniert mit einem Biomasseheizkessel, gibt es einen Gesamtzuschuss von rund 3.500 Euro. Eine Übersicht über die Förderungsmaßnahmen gibt es auf www.bafa.de.
4. Direkte Wohnungsbauförderung
Die Bundesländer fördern den Wohnungsbau mit eigenen Maßnahmen und verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. Es lohnt sich auch, in der Gemeinde nach Förderungsmöglichkeiten zu fragen, denn oft haben Kommunen eigene Programme, zum Beispiel für Familien. Einen Überblick über alle Fördermöglichkeiten, die für den eigenen Wohnort in Frage kommen, bietet die Datenbank www.foerderdata.de.
5. Energieeffizient bauen oder modernisieren
Wer energiesparend baut oder modernisiert, den unterstützt die KfW-Förderbank durch zinsverbilligte Kredite. Im Höchstfall sind direkte Zuschüsse von bis zu 75.000 Euro möglich. Die Fördermittel können über die Hausbank oder Bausparkasse beantragt werden. Nähere Informationen gibt es unter www.kfw-foerderbank.de.
6. Altersgerechter Umbau
Bauherren, die ihr Gebäude altersgerecht barrierefrei umbauen wollen, werden ebenfalls von der KfW-Förderbank mit bis zu 50.000 Euro unterstützt. Mindestanforderungen, die die Maßnahmen erfüllen müssen, sind ebenfalls unter www.kfw-foerderbank.de zu finden.
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