Die Jalousien öffnen sich langsam wie von Zauberhand, aus der Küche dringt der Duft von frischem Kaffee in die Nase, aber der Partner schlummert noch nebenan im Doppelbett. Klingt traumhaft. Mit einem intelligenten Haus kann das bald Wirklichkeit werden. Aber was ist eigentlich ein intelligentes Haus?
Ein Haus, das individuelle Ansprüche seiner Bewohner erkennt und eigenständig befriedigt. Was nach ferner Zukunftsmusik klingt, kann moderne Haustechnik teilweise schon heute leisten, in dem sie technische Geräte miteinander vernetzt. Zum Beispiel durch eine Lichtsteuerung: Auf Wunsch sorgen Helligkeitssensoren tagsüber im ganzen Haus für eine Beleuchtung, die sich dem Sonnenlicht anpasst. Verlässt man das Haus, reicht ein Knopfdruck, und im gesamten Haus gehen die Lichter aus. Nur ein Tastendruck genügt auch, um am Abend spezielle Lichtszenen einzustellen. Ein Orientierungslicht schaltet sich automatisch ein, wenn man nachts das Bett verlässt. Ein Panikschalter sorgt bei einem Einbruchsversuch für helles Licht im und um das Haus.
Von unterwegs steuerbar
Heizung und Klima sind beim intelligenten Wohnen ebenfalls automatisch geregelt. So messen Sensoren, ob ein Fenster geöffnet ist und senken in diesem Fall die Heizung ab. Auf Wunsch lassen sich gleichzeitig im ganzen Haus die Rollläden schließen, nicht benötigte elektrische Verbraucher ausschalten oder die Heizung absenken. Ist der Bewohner unterwegs, kann er außerdem Fehlermeldungen der Geräte auf dem Handy empfangen und diese auch von unterwegs steuern. In Sachen Energieeffizienz liegen die Vorteile der Hausautomatisierung also auf der Hand. Die Technik unterstützt den Menschen und regelt den Energieverbrauch genau nach dem tatsächlichen Bedarf der Bewohner.
Hilfe für Ältere
Interessant ist das intelligente Wohnen für alle Zielgruppen, vom jungen Technik-Freak bis zum älteren Menschen. Viele Anwendungen erleichtern es älteren Menschen, länger selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Für mehr Sicherheit und Komfort sorgt hier beispielsweise das Ausschalten aller nicht benötigten Verbraucher von einer zentralen Stelle aus. Beim Verlassen des Hauses werden dann Kochfelder, Kaffeemaschine oder Bügeleisen automatisch ausgeschaltet. So bleibt kein elektrisches Gerät, das zur Gefahr werden kann, unbemerkt an.
Beim Neubau bedenken
Nach der Inbetriebnahme der Anlage durch einen Elektrofachmann können die Nutzer alle gewünschten Einstellungen an ihrer Anlage selbst vornehmen. Die Auswahl an Bedienelementen reicht vom Taster an der Wand über berührungsempfindliche Bildschirme an zentraler Stelle bis hin zum mobilen Minicomputer, der eine Steuerung aus der Ferne ermöglicht.
Basis für ein intelligentes Gebäude ist eine geeignete elektrotechnische Infrastruktur. Neben den Leitungen für das Stromnetz, muss bei der Planung auch an die Datenleitungen für die Gebäudesteuerung und für die Multimedia- sowie Kommunikationstechnik gedacht werden. Um nachträgliche Änderungen und Erweiterungen möglichst einfach zu gestalten, bietet sich der Einsatz von Installationskanälen oder Leerrohren an. Denn nur so kann die elektrotechnische Anlage ohne großen Aufwand geändert und angeglichen werden. So passt sich beim intelligenten Wohnen das Haus jederzeit an die Bedürfnisse der Bewohner an.
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