Mal ist es eine quietschende Tür, mal ein wackelndes Regal: Kleinere Reparaturen fallen in jedem Haushalt regelmäßig an. Da ist es praktisch, stets das richtige Werkzeug zur Hand zu haben, ohne ständig in den Baumarkt laufen zu müssen. Denn nicht für jede Reparatur muss gleich der Profi ran. Doch mit einer ausreichend breiten Werkzeug-Grundausstattung ist es noch lange nicht getan. Was stellt man mit Wasserpumpenzange, Fuchsschwanz und Sechskant-Steckschlüssel eigentlich an? Und am allerwichtigsten ist: Wie bleiben die Finger dabei heil?
Zollstock, Tischlerwinkel und Wasserwage
Das Ausmessen von Wänden und Möbeln, sowie das Befestigen von Regalen an der Wand sind grundlegende Arbeiten, die schon beim Einzug anstehen. Dafür sollten in keinem Werkzeugkasten Zollstock und Wasserwage fehlen. Wer kleinere Werk- oder sogar Möbelstücke selbst anfertigen möchte, kann mit einem Tischlerwinkel exakter und, wenn nötig, im 90 Grad Winkel anzeichnen.
Schraubendreher, Schraubenschlüssel und Schlüsselzange
Spätestens beim Kauf des ersten IKEA-Möbelstücks zum selber aufbauen, sind Schraubendreher - besser bekannt als Schraubenzieher - und Schraubenschlüssel unabdingbar. Schraubenzieher sollten Einsteiger in den zwei Versionen Kreuz- und Flachschlitz zu Hause haben und diese je in drei verschiedenen Größen. Zum Lösen und Festziehen von Muttern oder Sechskantschrauben wird der Schraubenschlüssel in den Standard Größen von acht bis 17 Millimetern benötigt, während mit der Schlüsselzange Schraubköpfe, Stangen oder Armaturen gegriffen werden können.
Hammer und Säge
Natürlich sind auch Hammer und Säge ein Muss für alle Werkzeugkästen. Der Schlosserhammer mit 300 oder 500 Gramm Kopfgewicht ist der Klassiker. Wichtig ist eine sichere und stabile Verbindung von Stiel und Hammerkopf. Der Kopf darf nicht wackeln geschweige denn sich lösen. Der Fuchsschwanz wiederum ist die klassische Handsäge. Für feinere Arbeiten wie das Anpassen von Holzleisten eignet sich jedoch eine kleine Feinsäge mit fester Rückenschiene besser.
Qualität statt Quantität – Tipps zum Werkzeug Kauf
Grundsätzlich gilt: Am Werkzeug nicht sparen! Falsches oder defektes Werkzeug kann zu schmerzhaften Verletzungen führen und hat im Werkzeugkasten nichts zu suchen. Beim Werkzeugkauf ist es durchaus sinnvoll einmal zu teuren Marken zu greifen und etwas mehr Geld zu investieren, anstatt eine ganze Palette unbrauchbarer Gerätschaften zu horten. Wer dann auch noch auf das GS-Qualitätssiegel achtet, kann beim Kauf nichts mehr falsch machen. GS steht für "Geprüfte Sicherheit" und wird von unabhängigen Testinstitutionen vergeben. Für die Sicherheit ist es außerdem wichtig, dass der Griff fest in der Hand sitzt. Viele Werkzeuge sind mit unterschiedlichen Griffarten erhältlich, so dass man durch einen Test leicht feststellen kann, welcher Griff am besten in der Hand liegt. Mit den oben genannten Tipps sowie ausreichend Konzentration und die richtigen Sicherheitsvorkehrungen kann dann hoffentlich nichts mehr schief gehen.
Möbel selber bauen: Antik-natur.de hat einige schöne Ideen gesammelt.













