In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts kam der Bungalow-Trend erstmals nach Deutschland – inspiriert durch die USA, in denen eingeschossige Bauten in Holzrahmenbauweise seit jeher zur weit verbreiteten Hausform gehören. Anders als in Amerika, wo Bungalows eine Wohnform für die Mittelschicht sind, avancierten sie in Deutschland schnell zum Luxusobjekt. Ein Beispiel dafür ist der 1963 vom Architekten Sep Ruf entworfene Kanzlerbungalow in Bonn.
Die Begeisterung ebbte aber relativ schnell wieder ab, da Bungalows durch ihre Bauweise einen sehr hohen Energieverbrauch haben. Dank moderner Energiekonzepte hat sich dieses Problem heute gelöst und der Bungalow feiert sein Comeback. Bei sorgfältiger Planung und Ausführung ist auch bei diesem Haustyp der Passivhaus-Standard erreichbar.
Stichwort: barrierefrei
Unter einem Bungalow versteht man ein freistehendes, eingeschossiges Haus, dessen wichtigstes Merkmal das Wohnen auf einer Ebene ist. Zwar benötigt ein solches Haus ein großes Baugrundstück, es eignet sich dafür aber auch fürs Wohnen bis ins hohe Alter. Im Idealfall liegt auch der Zugang zum Haus ebenerdig, so müssen keinerlei Treppen überwunden werden – das Haus ist absolut barrierefrei und somit ideal für Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen.
Offener Grundriss
Den Ideen des Bauherrn sind kaum Grenzen gesetzt. Durch die nebeneinander liegenden Räume müssen bei der Gestaltung keine tragenden Wände oder eine besondere Statik höher liegender Geschosse berücksichtigt werden. Werden nur wenige Räume benötigt, lässt man ganz einfach überflüssige Wände weg und erhält so offen und großzügig gestaltete Bereiche.
Nicht nur mit Flachdach
Gerade bei Neubauten entscheiden sich viele Bauherren für Pult-, Walm-, oder Satteldach, weil diese - im Gegensatz zum typischen Flachdach - mehr bauliche Freiheiten ermöglichen. Ein teilausgebautes Satteldach etwa bietet zusätzlichen Stauraum und wird, sofern es sich nicht um ein Vollgeschoss handelt, ebenfalls nicht auf den Wohnraum angerechnet. Architektonisch spannend sind besonders bis unter das Dach geöffnete, hohe und lichtdurchflutete Räume. Gegeneinander versetzte Pultdächer sind in dieser Hinsicht sehr interessant – sie erlauben zum Beispiel eine natürliche Belichtung von oben. Bei der Entscheidung für eine Dachform sollte der Bauherr auch bedenken, ob eventuell Solarkollektoren installiert werden sollen – ein Flachdach etwa eignet sich hier weniger.
Was man bei der Auswahl des Grundstückes beachten sollte, weiß Baupraxis.de













